Ulrike Schweikert
Bücher von Ulrike Schweikert
Geschichte um Irrungen und Intrigen wurde lebendigArtikel RNZ SNH 28.10.2011 Lesung Ulrike Schweikert
Bestsellerautorin Ulrike Schweikert las in der Stadtbibliothek aus ihrem neuen Schmöker „Das Antlitz der Ehre“ Sinsheim. (rth) Liebesreigen und Ränkeschmieden: Im neuen Schmöker von Ulrike Schweikert geht es nicht immer sittsam und sauber zu. Die Autorin aus Schwäbisch Hall las nun vor gut besuchtem Haus in der Stadtbibliothek. Als Ersatz für die ursprünglich geplante Lesung mit Petra Durst-Benning, die sich einen beidseitigen Bänderriss zugezogen hatte, war sie eingesprungen. 23 Romane hat sie seit 2001 verfasst, insgesamt zwei Millionen ihrer Bücher verkauft: UlrikeSchweikertgehörtzuden erfolgreichen Schriftstellerinnen, das Schreiben ist ihr Hauptberuf. Ein Jahr dauert es, bis ein historischer Roman fertig ist, inklusive Recherche. Die Neuerscheinung „Das Antlitz der Ehre“, die sie nun den Sinsheimern vorstellte, ist eigentlich eine Fortsetzung von „Die Dirne und der Bischof“, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes genossen werden. Freunde dicht gewebter historischer Geschichten kamen beim gemütlichen Leseabend, bei dem die Autorin selbst ihren Figuren Leben einhaucht, voll auf ihre Kosten. Die Geschichte spielt um 1430. Elisabethmusseiniges erleiden:Nachdemsie im ersten Buch bei einem Mordanschlag, den Gegner ihres Vaters verübt hatten, ihr Gedächtnis verloren hatte und in einem Frauenhaus gestrandet war, trifft sie der Leser nun wieder auf der Burg Marienberg. Ihr Vater jedoch, der verschwenderische Bischof, wurde inzwischen entmachtet. Elisabeth gerät jedoch erneut in die Intrigen zwischen ihrem Vater und seinen Widersachern. Besonders pikant ist, dass sich darunter auch ihr Verlobter Albrecht von Wertheim befindet. Dies ist der Hauptkonflikt der Handlung, dessen Lösung bis zum Schluss offen bleibt und für einen spannenden Ritt durch die Seiten sorgt.
Elisabeth bleibt Figur im Ränkespiel um die Macht in Würzburg. Irrungen und Verwirrungen treiben den Leser über 480 Seiten. Lichtscheues Gesindel, Strauchdiebe und unzüchtiges Weibsvolk: Das dunkle Mittelalter mit seinen Machtspielen, Nonnen und Adligen wird so wieder lebendig. Den Durchbruch schaffte die Autorin mit ihrem Buch „Die Hexe und die Heilige“. In der Stadtbibliothek sowie in den Buchhandlungen sind ihre Schmöker gefragt. Geschätzt wird die Autorin auch von Bibliotheksleiterin Daniela Kemmet und von Buchhändler Klaus Gaude, die sie kurzerhand einluden. Ulrike Schweikert ist jedoch nicht auf das Genre historischer Roman abonniert. Unter dem Pseudonym Rike Speemann veröffentlichte sie Vampir-Jugendthriller, lange bevor diese hochmodern wurden. Inzwischen schreibt sie aber nur noch unter ihrem bürgerlichen Namen, ist zudem vom Verlag Droemer Knaur zu Randomhouse gewechselt. Die 45-Jährige begann einst nebenbei zu schreiben, nach einer Bankenlehrer hatte sie Geologie und Journalistmus studiert. „Heute aber mache ich nichts anderes mehr“ gesteht sie. Fragen zu ihrem Tagesablauf, der den Lesern zahlreiche Stunden Lesevergnügen einbringt, beantwortet sie bereitwillig. Quelle: RNZ |
Bestsellerautorin Ulrike Schweikert las in der Stadtbibliothek aus ihrem neuen Schmöker „Das Antlitz der Ehre“